KAG: Kommunale Arbeitsgemeinschaft Flughafen Frankfurt/Main
Infogespräch KAG-Vorstand mit dem FAG-Vorstand vom 22.11.2000
<2000-11-22>

Ergebnisprotokoll vom Informationsgespräch mit dem Vorstand der Flughafen AG Frankfurt, Frau Professorin Barbara Jakubeit und Herrn Herbert Becker, mit dem Vorstand der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Flughafen Frankfurt Herrn Baldur Schmitt, Frau Doris Hofmann, Herrn Michael Ockel, Herrn Sven Christiansen, Herrn Horst Piel und Frau Ingeborg Feld, im Vorstandsgebäude Flughafen Frankfurt am Mittwoch, den 22. November 2000, 10.30 Uhr

 

Die Tagesordnungspunkte lauteten:

  1. Künftiges Flächenkonzept für den Flughafen Frankfurt am Main
  2. Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG
  3. Anschluss Riedbahn
  4. Entwicklung Bahnanschluss Cargo-City-Süd
  5. Zukunft Nachtluftpoststern-Hahn (Nachtflüge)
  6. Handhabung Beschwerdemanagement für Kommunen und Bürger
  7. Landegebühren

Herr Becker, Beauftragter für externe Kontakte stellt Frau Prof. Barbara Jakubeit als neues Vorstandsmitglied der FAG vor, die für den Ausbau des Rhein-Main-Flughafens zuständig ist.

 

Zu 1.

Auf Anfrage der KAG Flughafen Frankfurt wird mitgeteilt:

Der Bedarf für zusätzliche Betriebsflächen von rund 117 ha ist unabhängig von der zu realisierenden Variante, wobei es sich um Flächen im südlichen Bereich des Flughafens handelt, die außerhalb des Flughafenzaunes liegen und die sich im Eigentum von der FAG befinden.
Nach Aussage von Frau Prof. Jakubeit kommen keine weiteren zusätzlichen Flächen hinzu, dies habe sie auch im Regionalen Dialogforum vorgetragen an dem sie als Vorstandsmitglied der FAG beteiligt ist.

Ob die Flächen vom Recreationscenter und der Gateway Garden, die der Stadt Frankfurt gehören, erworben werden können, ist laut Herrn Becker noch offen.

 

Zu 2.

Herr Becker bestätigt eine Zusammenarbeit der FAG, Lufthansa und der Deutschen Bahn AG. Die innerdeutschen Bahnverbindungen wurden mit 270 Mio DM von der FAG mitfinanziert. Dies ist der erste Schritt im 10-Punkte-Programm der FAG. Im Frühjahr soll die ICE-Verbindung zwischen den Flughäfen Frankfurt und Stuttgart in Betrieb gehen. Zur Zeit ist dies noch ein Pilot-Projekt. Falls dieses Modell nicht wirtschaftlich ist, wird es nach Aussage von der Lufthansa eingestellt.

 

Zu 3.

Herr Baldur Schmitt legt zu diesem Punkt einen Kreistagsbeschluss vor, in dem der Kreis Groß-Gerau das Land Hessen, den RMV, die Deutsche Bahn AG und den Umlandverband Frankfurt auffordert, die in der Stellungnahme des Kreises Groß-Gerau zum Generalverkehrsplan des Umlandverbandes Frankfurt beschriebenen Möglichkeiten zur Anbindung des Flughafens an die Riedbahn als weiteren Baustein der integrierten Untersuchung Südhessen vertieft zu untersuchen.
Herr Becker schlägt vor, diesen Punkt nach Rücksprache mit der Deutschen Bahn AG nochmals zu einem späteren Zeitpunkt, in etwa 3 Monaten, mit der KAG zu besprechen.

 

Zu 4.

Seitens der FAG wird mitgeteilt, dass zwischen der Deutschen Bahn AG und der FAG Gespräche geführt worden seien mit dem Ziel, die technische Möglichkeit zu nutzen, viel mehr Fracht auf der Schiene über den Gleisanschluss der Bahn zu befördern. Obwohl derzeit ein Bahnanschluss an die Cargo-City-Süd besteht, wird dieser nur noch für bestimmte Frachten sporadisch genutzt.

 

Zu 5.

Herr Becker teilt mit, dass man keine Schwierigkeiten darin sehe, den Nachtluftpoststern nach Hahn zu verlagern. Natürlich müssten noch die technischen und baulichen Voraussetzungen für die Abfertigung des Nachtluftpoststerns geschaffen werden und die Deutsche Post müsse ihre Genehmigung dazu geben.
Frau Hofmann, Vorstand KAG weist darauf hin, dass im 10-Punkte-Programm der FAG das Nachtflugverbot mit keinem Wort erwähnt ist. Herr Becker sagt dazu, das die endgültige Fassung des 10-Punkte-Programms erst nach der Inbetriebnahme und Fertigstellung der Landebahn erfolgen wird und das jetzige 10-Punkte-Programm nur als Lenkungsinstrument dient.
Herr Becker sagt ganz klar nein zu einem generellen Nachtflugverbot von 22.00 – 6.00 Uhr nach dem Fluglärmgesetz. Die FAG akzeptiere nur die Zeiten von 23.00 Uhr bis 05.00 Uhr.

 

Zu 6.

Im 10-Punkte-Programm der FAG wurde angekündigt, das ein Info-Telefon für Bürger rund um die Uhr für Fragen zu Lärm und Ausbau des Flughafens zur Verfügung steht. Nach Auskunft von Herrn Becker besteht eine große Nachfrage. Es müsse noch Personal eingestellt und geschult werden, das auch Auskunft über den Flughafenausbau geben könne.

 

Zu 7.

Die FAG hat an das Wirtschaftsministerium einen Antrag auf Genehmigung einer Änderung der Entgeltordnung des Flughafens Frankfurt/Main ab 01. Januar 2001 (Änderung der Lande-, Start,- Passagier- und Abstellentgelte sowie Unterrichtung über Entgelte für Zentrale Bodenverkehrsdienst-Infrastruktureinrichtungen) gestellt.
Die Flughafen Frankfurt/Main AG beabsichtigt, mit einer strukturell geänderten Abrechnungsform der Lande- und Startentgelte der im Mediationsverfahren zum Ausbau des Frankfurter Flughafens geforderten stärkeren Berücksichtigung des gemessenen Fluglärms bei der Festsetzung der Entgelte Rechnung zu tragen und dabei die im Hearing des Hessischen Landtags erklärte Absicht im Rahmen des "10-Punkte-Programms" insbesondere hinsichtlich einer stärkeren Belastung der Nachtflugbewegungen umzusetzen.

 

 

(Feld)

Geschäftsleitung

24. November 2000

Themen hierzuAssciated topics:

KAG Protokolle Nachtflugverbot

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